Prozesswasser in der Galvanik und Oberflächentechnik
Prozesswasser in der Galvanik und Oberflächentechnik sind oftmals ein komplexer Cocktail aus Schwermetallsalzen, mineralischen Säuren, alkalischen Entfettungsmedien und vielen Hilfsstoffen. Vielfach werden diese Wässer mit dem Einsatz von Chemikalien, wie Kalkmilch, Eisenchlorid, Aluminiumchlorid, Säuren und Laugen in einen Schlamm überführt. Außer dem entstehenden Schlamm, der entsorgt wird, entsteht ein einleitfähiges Wasser. Dieses enthält häufig noch Schwermetall-Bestandteile und muss regelmäßig geprüft werden.
Zum Betreiben einer solchen Abwasseraufbereitung sind neben den Chemikalien viele Mann-Stunden erforderlich, zusätzlich zu der Überwachung des Klarwassers, die von den Behörden vielfach vorgeschrieben wird.
So war es bis vor kurzem auch bei der Gebr. Kemper Metallwerken GmbH in Olpe. Hier wurde 2008 eine chemisch-physikalische Abwassertechnik durch einen modernen VACUDEST® Verdampfer ersetzt. Die Vakuumdestillation mit 1000 l/h Kapazität bereitet neben Entfettungswässern auch stark mit Kupfersalzen und Schwefelsäure belastete Regenerate eines Ionentauschers auf. Das Prozesswasser wird bis an die Löslichkeitsgrenze der enthaltenen Salze eingedampft, es entsteht ein salz- und schwermetallfreies Destillat.
Die Firma ist sehr zufrieden mit der Umstellung der Abwasseraufbereitung auf Vakuumdestillation.
„Zum Einleiten ist dieses Wasser viel zu Schade, wir verwenden es im Prozess wieder und sparen somit auch Frischwasserkosten ein,“
berichtet Herr Sondermann, Leiter der Betriebsmittelkonstruktion in Olpe. Und tatsächlich: Seit der Installation des Verdampfers werden pro Jahr nicht nur 5000 m³ Prozesswasser wirtschaftlich aufbereitet, sondern nahezu die gleiche Menge an Frischwasser zurück gewonnen. Einleitgenehmigungen und Überwachung der Grenzwerte in der klassischen Abwasseraufbereitung sind seither überflüssig geworden. In Olpe wird mit der VACUDEST® also gleich mehrfach clever gespart!